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Kreisel wieder zweispurig! FDP Unna legt Konzept gegen Dauerstau vor

Never ending story – auf, halb zu, zu. Jetzt doch wieder auf?

Unnas kleinste Ratsfraktion, die FDP, willl ganz freidemokratisch jedenfalls wieder freie(re) Fahrt, sprich sie will den zwangskastrierten Kreishaus-Kreisel wieder auf zweispurige Zufahrten öffnen. Sie stellt dazu einen Antrag.

Unnas liebster Problemkreisverkehr wurde bekanntlich (nach Unfallhäufungen und schier endlosen Debatten) im vorletzten Jahr endgülig einspurig verengt: Nach einem Dreivierteljahr Probephase erfolgte die finale Kappung der jeweils zweiten Einfahrspur.

ADAC-Verkehrsexperte Peter Meintz vertrat bei einem Ortstermin vor ziemlich genau drei Jahren die Überzeugung: „Der einspurige Kreisel funktioniert.“ Der Deutsche an sich brauche Regeln. Der könne keinen Kreisvekehr.

Seither staut es sich mächtig, regelmäßig bis weit in den Ringtunnel zurück. Zur Krönung versperrt seit wenigen Wochen noch ein Poller die einzig verbliebene (freilich nicht erlaubte) Abkürzung via Kantstraße/Königsborner Tor/Hammer Straße, er wurde von unserer Leserschaft unverzüglich und wenig schmeichelhaft „Vollpfosten“ getauft.

„Nach dieser Anweisung durch die vorherige Landesregierung, die Zufahrten zum Kreisel auf eine Fahrspur zu verengen, hat sich die Situation am Kreisverkehr dramatisch verschärft“, stellt die FDP in ihrem Antrag fest. „Die langen Staus auf der Kantstraße sind hinlänglich bekannt. Wenn dann noch die Mühle Bremme zu einem Einkaufszentrum entwickelt werden soll, wird sich Verkehrssituation an dieser Stelle noch erheblich verschärfen.“

Die Argumente pro Kreiselverengung – aus Liberalensicht nicht haltbar:

Unfallhäufigkeit:

Konnte von der Unfallkommission des Kreises nicht bestätigt werden. „Hauptsächlich gab es Blechschäden im Bereich der Zebrastreifen.“

Kreisel zu klein für zwei Spuren:

Das Argument zu schmaler Fahrspuren im Kreisel ist für die FDP ebenfalls nicht haltbar: Sie verweist auf den Kreisverkehr im Kamen Karree bei Ikea, der aus allen Richtungen zweispurig angefahren werde, jedoch nur über eine Fahrbahnbreite von ca. 8,80 m verfüge. Hingegen der Kreishauskreisel: ca. 10,60 Meter, „genauere Maße können sicher von den entsprechenden Bauämtern zur Verfügung gestellt werden.“

 

Hier also der Forderungskatalag Unserer FDP zu UNserem Problemkreisel:

– Zurück auf zwei Einfahrspuren aus allen vier Richtungen: Viktoriastraße, Kantstraße, Hansastraße, Friedrich-Ebert-Straße.

– Mit Fahrbahnmarkierungen im Kreisel auf Zweispurigkeit hinweisen.

– Um die Unfallgefahr im Abbiegebereich von den Zebrastreifen zu minimieren, diese um zwei Fahrzeuglängen zurückverlegen. So können abbiegende Fahrzeuge Fußgänger passieren lassen können, ohne mit dem Heck in den Verkehr zu ragen.

– Um zu verhindern, daß Fußgänger auf kürzestem Weg die Zufahrtstraßen überqueren: den  Bereich um den Kreisverkehr bis zu den zurückverlegten Zebrastreifen mit einem Geländer absperren. „Dadurch würde der Verkehrsfluss in den Kreisel erhöht und auch für den Ausbau der „Mühle Bremme“ würde ein positives Signal gesetzt.“

Quelle Rundblick Unna