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Kinderbildungsgesetz wird endlich reformiert

Das bisherige NRW Kinderbildungsgesetz (KIBIZ) ist von der rot/grünen Landesregierung in den letzten Jahren total unterfinanziert worden. Zudem wurden keinerlei Anstrengungen unternommen, die Ausbildung von Erzieher*innen und damit auch die Besoldungsgrundlage dieser so wichtigen Berufsgruppe zu verbessern.

„Joachim Stamp, unser Familienminister und stellvertretender Ministerpräsident“, so Marcel Hafke, „will das grundlegend durch eine Reform des KIBIZ ändern.“

Zunächst einmal hatte die Landesregierung 500 Mio Euro zur Rettung der Kitas auf den Weg gebracht. 

Hafke sieht in den kommenden Jahren einen Bedarf an zusätzlichen 16 000 Erzieher*innen und gleichzeitig für 100 000 neue Kita Plätze. Er beziffert den gesamten zukünftigen Finanzbedarf mittelfristig auf ca. 2,5 Mrd. Euro.

Zunächst aber geht das Landesministerium vom Prinzip der „Auskömmlichkeit“ aus.
Es geht darum, für die Einrichtungen eine auskőmmliche Finanzierung ab August 2020 sicherzustellen.

Das Gesetz will allerdings auch inhaltlich einiges zum Guten bewegen. 
So soll beispielsweise die Sprache zukünftig zu einem wichtigen Schlüssel gelingender Integration werden. Zudem soll das Ausbildungskonzept für Erzieherinnen verbessert werden. Aktuell werden Überlegungen darüber angestellt, ob und wie der Beruf der Erzieher*innen als Ausbildungsberuf zu organisieren ist. 

Insgesamt muss sich, losgelöst vom KIBIZ, die Ausbildungsfrage bundesweit entwickeln, wobei die Landesregierung dafür eintritt, im Rahmen einer gezielten Öffentlichkeitsarbeit eine Ausbildungsoffensive zu starten.

Auch das Thema Gesundheit wird in den kommenden Jahren zu einem Schwerpunkt in Kindertageseinrichtungen. Hierfür sind zum Beispiel multiprofessionelle Teams in den Einrichtungen ein mögliches Thema und auch die Ergänzung der Ausbildung durch gesundheitsrelevante Themen.


Bis Weihnachten wird ein Referentenentwurf erwartet und das Gesetzgebungsverfahren soll bis zur Sommerpause 2019 abgeschlossen sein.

Nach der Sommerpause will sich die Landesregierung verstärkt der Kinderarmut und dem Kinderschutz widmen. Hierbei werden auch erste Ergebnisse der kommunalen Präventionsketten herangezogen.

Der FDP Stadtverband Unna begrüßt die Reform des KIBIZ ausdrücklich. „Erzieherinnen und Erzieher gehören zu den wichtigsten Berufen in unserem Land. Gerade in der frühkindlichen Erziehung werden die Grundlagen für eine kompetente und Ressourcen-gestützte Lebensführung geschaffen“ so der Gesundheits- und Sozialexperte Dr. Joachim Hartlieb im FDP Stadtverband Unna.
„Dafür brauchen wir kompetentes, gut ausgebildetes und angemessen bezahltes Personal. Deshalb werden wir Liberalen uns für eine bessere Ausbildung und auch für eine leistungsgerechte Bezahlung der Menschen einsetzen, die mit viel Engagement und Herzblut Tag für Tag unseren Kindern das Rüstzeug für ein gelingendes Aufwachsen geben.

 

Wir wollen Lobby für Erzieher und Erzieherinnen sein.“